Pantaleonpl. 14, 48161 Münster, Germany
Ihr vertrauenswürdiger Partner

Tavelind

  1. „Bildung ist nicht das Befüllen von Fässern, sondern das Entzünden von Flammen.“ Dieser Satz begleitet mich schon lange und passt wohl nirgends besser als zu dem, was bei Tavelind tagtäglich passiert. Angefangen hat alles vor einigen Jahren in einer Zeit, in der digitale Bildung noch als Experiment galt und Begegnungen im Klassenzimmer durch Unsicherheit und Wandel geprägt waren. Die Gründer – ein bunter Kreis aus Lehrenden, Forschenden und ehemaligen Schülern – wollten mehr als nur Wissen vermitteln. Ich erinnere mich noch an die erste Infoveranstaltung, der Kaffee war lauwarm, aber die Gespräche waren elektrisierend. Da war von Anfang an diese Energie, dieses Gefühl: Hier entsteht eine Gemeinschaft, die Bildung nicht als Pflicht, sondern als Abenteuer begreift. Was mich an Tavelind immer fasziniert hat, ist der Mix aus Erfahrung und Neugier im Dozententeam. Einige der Professorinnen haben schon in den 80ern an internationalen Konferenzen referiert, andere kommen frisch aus der Forschung und bringen Themen wie Neurodidaktik oder digitale Lernumgebungen mit. Und nicht selten verschwimmen bei uns die Grenzen zwischen Lehrenden und Lernenden – man sitzt auf dem Flur zusammen, diskutiert über die neuesten Studien, und plötzlich ist aus einem Seminar eine kleine Forschungsgruppe geworden. Ehrlich, manchmal fühlt sich das mehr nach Werkstatt als nach Schule an. Vieles, was hier entsteht, landet später in wissenschaftlichen Journals oder wird auf Symposien vorgestellt. Aber noch wichtiger: Neue Ideen werden gemeinsam ausprobiert, verworfen, neu gedacht. Diese Offenheit ist, finde ich, das Herzstück von Tavelind. In der herausfordernden Zeit der Pandemie, als alle Welt auf Abstand gehen musste, ist die Akademie nicht erstarrt. Ganz im Gegenteil – innerhalb weniger Wochen haben wir Klassenzimmer ins Digitale verlegt, Kurse hybrid angeboten und sogar ein eigenes Online-Forum aufgebaut, in dem sich Leute austauschen konnten, die sich sonst nie begegnet wären. Klar, da lief nicht immer alles glatt; es gab technische Pannen, hitzige Debatten darüber, wie man Nähe und Gemeinschaft über den Bildschirm halten kann. Aber diese Stolpersteine haben uns als Gemeinschaft zusammengeschweißt. Heute gibt es bei Tavelind regelmäßige Projekte, bei denen Studierende, Dozenten und sogar externe Experten gemeinsam an Themen arbeiten, die weit über den Tellerrand des eigentlichen Unterrichts hinausgehen. An solchen Tagen spürt man, wie Lernen und Forschen ineinander übergehen – und wie aus einer Akademie eine lebendige Bildungsbewegung wird.

Zeiten für Verbindungen